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Donnerstag, 18. Februar 2010
Something completely different: Aus der Pokerhistorie zur Politik
losso, 11:24h
Nick Dandolos, auch bekannt als "Nick the Greek", war ein Spieler durch und durch.
Der Philosophieabsolvent kam über die Pferdewetten zu den Karten und zum Poker. Besondere Bekanntheit erlangte er, als er Anfang der 50er an den späteren Vater der WSOP (sozusagen die Weltmeisterschaften der Pokerspieler) Benny Binion herantrat mit dem Wunsch, um besonders hohe Einsätze zu spielen. So kam es zu einem fünfmonatigen (!) Duell gegen Johnny Moss. Zwischenzeitlich soll Nick seinem Gegenspieler 500.000 $ abgenommen haben, am Ende war es jedoch er, der geschätzte 2-4 Mio. $ hinten lag, als er erschöpft den Zweikampf beendete.
Im Laufe seiner Karriere soll Nick the Greek über 70 mal pleite gegangen sein. Am Ende seines Lebens spielte er nur noch um kleine Einsätze, konnte die Finger aber nicht von den Karten lassen.
Leider wussten die Väter der EU offensichtlich nicht um diesen Menschen, sonst hätten sie es geahnt:
Griechen können nicht mit Geld umgehen.
Der Philosophieabsolvent kam über die Pferdewetten zu den Karten und zum Poker. Besondere Bekanntheit erlangte er, als er Anfang der 50er an den späteren Vater der WSOP (sozusagen die Weltmeisterschaften der Pokerspieler) Benny Binion herantrat mit dem Wunsch, um besonders hohe Einsätze zu spielen. So kam es zu einem fünfmonatigen (!) Duell gegen Johnny Moss. Zwischenzeitlich soll Nick seinem Gegenspieler 500.000 $ abgenommen haben, am Ende war es jedoch er, der geschätzte 2-4 Mio. $ hinten lag, als er erschöpft den Zweikampf beendete.
Im Laufe seiner Karriere soll Nick the Greek über 70 mal pleite gegangen sein. Am Ende seines Lebens spielte er nur noch um kleine Einsätze, konnte die Finger aber nicht von den Karten lassen.
Leider wussten die Väter der EU offensichtlich nicht um diesen Menschen, sonst hätten sie es geahnt:
Griechen können nicht mit Geld umgehen.
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Sonntag, 7. Februar 2010
In keiner Partiephase werden die Punkte so bereitwillig hergeschenkt...
losso, 23:23h
...wie im Endspiel.
(O-Ton Ilja Schneider)
In meiner Babypause, die ich hiermit für beendet erkläre, habe ich zwei Partien zu diesem Thema produziert, ein drittes Beispiel stammt daher.
Fangen wir mit meiner heutigen Partie an.

Als Schwarzer habe ich es mal wieder nicht geschafft, meinen Königsangriff durchzubringen. Jetzt habe ich zwei Freibauern, davon einer gedeckt. Allerdings haben die weißen Figuren aktive Posten bezogen. Weiß sollte jetzt einfach abwarten, wie Schwarz gedenkt , Fortschritte zu machen. Dafür kam vor allem 1. Ke2 in Betracht. Offensichtlich befürchtete er aber, das Endspiel nach dem Damentausch auf e4 zu verlieren und zog daher 1. Dd3?. Allerdings hatte die Damenstellung auf e4 auch den Vorteil, dass der h-Bauer gehemmt war. Nach 1.-h4 konnte sich Weiß nicht mehr lange halten.

In dieser Partie aus der Vereinsmeisterschaft hatte ich einen geringfügigen Vorteil im Endspiel, aber 1.-Tf3 hält den Laden recht locker zusammen. Mein Gegner gab jedoch die flexible Position des Königs auf 1.-Kc4?! 2. Tb7 Tf3 3. f5 h4 4. Txa7.

Es kam 4.-Kxb4? und Schwarz verlor (kann man in den Tablebases nachlesen).
Es hätte schon höherer Technik bedurft, um das Remis zu sichern: 4.-h3 5. Th7 und jetzt 5.-Kd5! (oder 5.-Kd4!).

Jetzt kann ich zwar mit 6. Kg4 den letzten Bauern abholen, aber nach 6.-Tf1 7. Txh3 Ke4 kann ich trotz der beiden Bauern nicht gewinnen.
Und schließlich das letzte Beispiel aus dem Mannschaftskampf gegen Laatzen.

Ich hatte einen einzügigen Gewinn ausgelassen und stehe hier als Schwarzer richtig mies, da ich meine Situation nicht verbessern kann und sogar Zugzwang droht.
Es kam 1. Td6 Ke7 2. c7??

Mein Gegner glaubte, hiermit den c-Bauern gegen g- und d-Bauern tauschen zu können. Zum einen funktioniert das taktisch nicht, zum anderen hätte ich mich an seiner Stelle nicht so leichtfertig von meiner Lebensversicherung getrennt.
2.-Sxc7 3. Txg6 Le3!

Auweia! Jetzt muss Weiß ums Überleben kämpfen. Der Weiße erkannte dies nicht und strich nach 4. g4? Sb5! 5. Tc6 die Segel, ohne den Turmgewinn nach 5.-Sd4+ abzuwarten.
(O-Ton Ilja Schneider)
In meiner Babypause, die ich hiermit für beendet erkläre, habe ich zwei Partien zu diesem Thema produziert, ein drittes Beispiel stammt daher.
Fangen wir mit meiner heutigen Partie an.

Als Schwarzer habe ich es mal wieder nicht geschafft, meinen Königsangriff durchzubringen. Jetzt habe ich zwei Freibauern, davon einer gedeckt. Allerdings haben die weißen Figuren aktive Posten bezogen. Weiß sollte jetzt einfach abwarten, wie Schwarz gedenkt , Fortschritte zu machen. Dafür kam vor allem 1. Ke2 in Betracht. Offensichtlich befürchtete er aber, das Endspiel nach dem Damentausch auf e4 zu verlieren und zog daher 1. Dd3?. Allerdings hatte die Damenstellung auf e4 auch den Vorteil, dass der h-Bauer gehemmt war. Nach 1.-h4 konnte sich Weiß nicht mehr lange halten.

In dieser Partie aus der Vereinsmeisterschaft hatte ich einen geringfügigen Vorteil im Endspiel, aber 1.-Tf3 hält den Laden recht locker zusammen. Mein Gegner gab jedoch die flexible Position des Königs auf 1.-Kc4?! 2. Tb7 Tf3 3. f5 h4 4. Txa7.

Es kam 4.-Kxb4? und Schwarz verlor (kann man in den Tablebases nachlesen).
Es hätte schon höherer Technik bedurft, um das Remis zu sichern: 4.-h3 5. Th7 und jetzt 5.-Kd5! (oder 5.-Kd4!).

Jetzt kann ich zwar mit 6. Kg4 den letzten Bauern abholen, aber nach 6.-Tf1 7. Txh3 Ke4 kann ich trotz der beiden Bauern nicht gewinnen.
Und schließlich das letzte Beispiel aus dem Mannschaftskampf gegen Laatzen.
Ich hatte einen einzügigen Gewinn ausgelassen und stehe hier als Schwarzer richtig mies, da ich meine Situation nicht verbessern kann und sogar Zugzwang droht.
Es kam 1. Td6 Ke7 2. c7??
Mein Gegner glaubte, hiermit den c-Bauern gegen g- und d-Bauern tauschen zu können. Zum einen funktioniert das taktisch nicht, zum anderen hätte ich mich an seiner Stelle nicht so leichtfertig von meiner Lebensversicherung getrennt.
2.-Sxc7 3. Txg6 Le3!
Auweia! Jetzt muss Weiß ums Überleben kämpfen. Der Weiße erkannte dies nicht und strich nach 4. g4? Sb5! 5. Tc6 die Segel, ohne den Turmgewinn nach 5.-Sd4+ abzuwarten.
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Sonntag, 24. Januar 2010
Grund, dass es hier momentan so ruhig ist:
losso, 20:57h
Kati und ich warten auf den Klapperstorch...
Daher habe ich mich am heutigen Spieltag kurzgefasst und nach knapp 20 Zügen remis gemacht. Danach ging es zum ersten Fehlalarm ins Krankenhaus.
Die Mannschaft hat trotz eines kapitalen Fehlers an Brett 2 (schade um Christians schöne Bilanz in der Liga) ungefährdet mit 5:3 gewonnen.
Prima!
Daher habe ich mich am heutigen Spieltag kurzgefasst und nach knapp 20 Zügen remis gemacht. Danach ging es zum ersten Fehlalarm ins Krankenhaus.
Die Mannschaft hat trotz eines kapitalen Fehlers an Brett 2 (schade um Christians schöne Bilanz in der Liga) ungefährdet mit 5:3 gewonnen.
Prima!
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Montag, 18. Januar 2010
Nichtantritte im Vereinspokal - Offener Brief an den NSV
losso, 12:12h
Kleiner Prolog: Im Gegensatz zu manch anderem Blogger habe ich hohe Achtung vor ehrenamtlichen Engagement. Allerdings sollte auch hier Kritik erlaubt sein, solange sie konstruktiv ist. Dieser Brief ist insofern offen, als dass ich zum einen die betroffenen Schachfreunde aus meinem Verein mit auf den Verteiler genommen habe, zum anderen veröffentliche ich ihn unter
http://losso.blogger.de
und stelle ihn dort zur Diskussion.
Unser Bezirksklassenverein hat jedes Jahr einen besonderen Höhepunkt: Im Mannschaftspokal gelingt es uns regelmäßig, einen höherklassigen Verein herauszuwerfen. So war auch dieses Mal die Euphorie groß, nachdem wir den SK Bremen-Nord in der zweiten Runde (die erste hatten wir ein Freilos) nach Hause geschickt haben.
Unumwunden gebe ich zu, dass wir dabei durchaus von folgender Regelung profitierten:
10.5 Die ersten 2 oder 3 Runden (je nach Anzahl der Vereine) werden regional ausgelost. Die klassentiefere Mannschaft hat hierbei Heimrecht.
Ich weiß nicht, was den NSV dazu bewogen hat, in diesem Jahr den Passus nur auf die ersten zwei Runden anzuwenden (wahrscheinlich war es die Anzahl der Vereine !?!), aber nach der Freude über das vermeintliche Traumlos, mit Tempo Göttingen einen Zweitligisten zugelost bekommen zu haben, folgte die Ernüchterung: Wieso Auswärtsspiel??
Das dachten sich wohl auch die Schachfreunde aus Rastede und Northeim, die ebenfalls bei einem klassenhöheren Verein gastieren sollten.
Für mich war der Zweispalt besonders groß. Gerne hätte ich mein Team in Göttingen unterstützt, schließlich bin ich der Wertungsstärkste im Verein. Aber acht Tage vor dem Geburtstermin meines ersten Sohnes 150 Kilometer von meiner Frau entfernt zu sein - da hatte ich Bauchschmerzen und sagte ab. Die tapferen Jungs, die dann hingefahren sind, mussten dann leider die Höchststrafe empfangen und wurden vom zweiten Anzug der Göttinger immer noch mit 4:0 nach Hause geschickt.
Ein Schicksal, das sich die Northeimer und Rasteder gänzlich ersparten, indem sie gar nicht erst die Reisestrapazen auf sich nahmen (siehe Niedersachsenpokal).
Man sollte nach dieser Runde konstatieren, dass der 10.5 in der Form gescheitert ist. Mein Vorschlag wäre es zum einen, das Regionalprinzip mindestens bis zum Viertelfinale durchzuhalten. Zum anderen ist es eine Pokaltradition, dass der klassentiefere Verein Heimrecht hat und diese sollte daher bis zum Ende angewendet werden.
Alternativ hat sich beispielsweise in Meckl.-Vorpommern die Regelung bewährt, zwei Runden an einem Tag auszutragen, wobei die klassentieferen Mannschaften einen Erstzugriff auf die Ausrichtung haben. ME auch denkbar.
Ich möchte den NSV insofern exkulpieren, als dass auch viele andere Landesverbände hier einen ähnlichen Passus in ihren Satzungen stehen haben. Dies sollte aber über den konkreten Reformbedarf nicht hinwegtäuschen.
Mit freundlichen Grüßen,
Sven-Hendrik Loßin
http://losso.blogger.de
und stelle ihn dort zur Diskussion.
Unser Bezirksklassenverein hat jedes Jahr einen besonderen Höhepunkt: Im Mannschaftspokal gelingt es uns regelmäßig, einen höherklassigen Verein herauszuwerfen. So war auch dieses Mal die Euphorie groß, nachdem wir den SK Bremen-Nord in der zweiten Runde (die erste hatten wir ein Freilos) nach Hause geschickt haben.
Unumwunden gebe ich zu, dass wir dabei durchaus von folgender Regelung profitierten:
10.5 Die ersten 2 oder 3 Runden (je nach Anzahl der Vereine) werden regional ausgelost. Die klassentiefere Mannschaft hat hierbei Heimrecht.
Ich weiß nicht, was den NSV dazu bewogen hat, in diesem Jahr den Passus nur auf die ersten zwei Runden anzuwenden (wahrscheinlich war es die Anzahl der Vereine !?!), aber nach der Freude über das vermeintliche Traumlos, mit Tempo Göttingen einen Zweitligisten zugelost bekommen zu haben, folgte die Ernüchterung: Wieso Auswärtsspiel??
Das dachten sich wohl auch die Schachfreunde aus Rastede und Northeim, die ebenfalls bei einem klassenhöheren Verein gastieren sollten.
Für mich war der Zweispalt besonders groß. Gerne hätte ich mein Team in Göttingen unterstützt, schließlich bin ich der Wertungsstärkste im Verein. Aber acht Tage vor dem Geburtstermin meines ersten Sohnes 150 Kilometer von meiner Frau entfernt zu sein - da hatte ich Bauchschmerzen und sagte ab. Die tapferen Jungs, die dann hingefahren sind, mussten dann leider die Höchststrafe empfangen und wurden vom zweiten Anzug der Göttinger immer noch mit 4:0 nach Hause geschickt.
Ein Schicksal, das sich die Northeimer und Rasteder gänzlich ersparten, indem sie gar nicht erst die Reisestrapazen auf sich nahmen (siehe Niedersachsenpokal).
Man sollte nach dieser Runde konstatieren, dass der 10.5 in der Form gescheitert ist. Mein Vorschlag wäre es zum einen, das Regionalprinzip mindestens bis zum Viertelfinale durchzuhalten. Zum anderen ist es eine Pokaltradition, dass der klassentiefere Verein Heimrecht hat und diese sollte daher bis zum Ende angewendet werden.
Alternativ hat sich beispielsweise in Meckl.-Vorpommern die Regelung bewährt, zwei Runden an einem Tag auszutragen, wobei die klassentieferen Mannschaften einen Erstzugriff auf die Ausrichtung haben. ME auch denkbar.
Ich möchte den NSV insofern exkulpieren, als dass auch viele andere Landesverbände hier einen ähnlichen Passus in ihren Satzungen stehen haben. Dies sollte aber über den konkreten Reformbedarf nicht hinwegtäuschen.
Mit freundlichen Grüßen,
Sven-Hendrik Loßin
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Sonntag, 17. Januar 2010
Isernhagener Kombilösemeisterschaft
losso, 18:19h
Ich habe in meinem Verein die erste Kombilösemeisterschaft organisiert. Ihr bekommt hier den Rest vom Fest, also eine der Aufgaben, die keiner rausbekommen hat.

Diese Stellung entstammt der Partie Geller-Zeschkowski. Der Schwarze beendete sie sehenswert.
Diese Stellung entstammt der Partie Geller-Zeschkowski. Der Schwarze beendete sie sehenswert.
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Freitag, 15. Januar 2010
10 Jahre...
losso, 11:12h
Ausnahmsweise wird es jetzt mal politisch.
Ein besonderer Jahrestag: 10 Jahre "brutalstmögliche Aufklärung"!
Heute vor exakt 10 Jahren wurde eine Pressekonferenz abgehalten, wie sie in der Geschichte der Bundesrepublik bis dahin einmalig war. Die CDU musste öffentlich eingestehen, massiv und vorsätzlich gegen Gesetze verstossen zu haben. Roland Koch versprach damals "brutalstmögliche Aufklärung". Doch was folgte war brutalstmögliche Verschleierung.
Das ganze Thema wäre für mich keines, wenn dieser Mann nicht immer noch ein hohes politisches Amt in D bekleidete.
Früher wurde der moralische Abschaum an den Pranger gestellt, heute dürfen die werten Nieten in Nadelstreifen weitermachen.
Was soll das - haben wir nicht genügend helle Köpfe im Land oder ist Integrität im Rahmen des Werteverfalls gleich mitentsorgt worden?
Es gibt vieles, was ich an unserem Land mag, aber für diesen moralischen Verfall und vor allem die Tatsache, dass sich die Eliten Sachen leisten dürfen, für die jeder Kämmerer achtkantig fliegen würde, hasse ich es.
Tut mir leid, dass ihr so etwas in einem Schachblog lesen müsst, aber das ist ein Thema, das mich recht regelmäßig mit Wut, Scham und Trauer erfüllt.
Ein besonderer Jahrestag: 10 Jahre "brutalstmögliche Aufklärung"!
Heute vor exakt 10 Jahren wurde eine Pressekonferenz abgehalten, wie sie in der Geschichte der Bundesrepublik bis dahin einmalig war. Die CDU musste öffentlich eingestehen, massiv und vorsätzlich gegen Gesetze verstossen zu haben. Roland Koch versprach damals "brutalstmögliche Aufklärung". Doch was folgte war brutalstmögliche Verschleierung.
Das ganze Thema wäre für mich keines, wenn dieser Mann nicht immer noch ein hohes politisches Amt in D bekleidete.
Früher wurde der moralische Abschaum an den Pranger gestellt, heute dürfen die werten Nieten in Nadelstreifen weitermachen.
Was soll das - haben wir nicht genügend helle Köpfe im Land oder ist Integrität im Rahmen des Werteverfalls gleich mitentsorgt worden?
Es gibt vieles, was ich an unserem Land mag, aber für diesen moralischen Verfall und vor allem die Tatsache, dass sich die Eliten Sachen leisten dürfen, für die jeder Kämmerer achtkantig fliegen würde, hasse ich es.
Tut mir leid, dass ihr so etwas in einem Schachblog lesen müsst, aber das ist ein Thema, das mich recht regelmäßig mit Wut, Scham und Trauer erfüllt.
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Donnerstag, 14. Januar 2010
Zweites Streiflicht der Niedersachsenmeisterschaft
losso, 14:49h
Auch wenn es sehr weh tut, anbei meine Niederlage aus der Schlussrunde.
Mit 4 aus 6 musste ich mit Schwarz auf Sieg spielen. Ich fühlte mich schon ziemlich erschöpft und so kam es wie es kommen musste. Ich übersah einen Einschlag im 14., danach gab mein Gegner einen ganzen Turm, um den Angriff anzuheizen und es entwickelte sich folgende Drohstellung.

Mein letzter Zug war 20.-Dh1-h6?!. Schon wenige Minuten, nachdem ich ihn gezogen hatte, bemerkte ich, dass h4 doch viel geeigneter gewesen wäre, um einen Blick auf den Läufer nach c4 zu werfen. Dennoch sah ich keine weiße Siegmöglichkeit.
Mein Gegner spielte
21.d6+ Kf8 22. Se6+ Kf7 23. Sxg7+.
Diesen Zug hatte ich völlig übersehen. Es gibt allerdings ein rettendes Manöver. Ich sah sogar die rettende Idee, allerdings im falschen Zusammenhang, also in einer Variante, wo sie nicht funktioniert.

Meine Verlustfortsetzung präsentiere ich, nachdem ihr meine Stellung erfolgreich verteidigt habt ;o)
Also: Schwarz am Zug verteidigt sich!
Mit 4 aus 6 musste ich mit Schwarz auf Sieg spielen. Ich fühlte mich schon ziemlich erschöpft und so kam es wie es kommen musste. Ich übersah einen Einschlag im 14., danach gab mein Gegner einen ganzen Turm, um den Angriff anzuheizen und es entwickelte sich folgende Drohstellung.
Mein letzter Zug war 20.-Dh1-h6?!. Schon wenige Minuten, nachdem ich ihn gezogen hatte, bemerkte ich, dass h4 doch viel geeigneter gewesen wäre, um einen Blick auf den Läufer nach c4 zu werfen. Dennoch sah ich keine weiße Siegmöglichkeit.
Mein Gegner spielte
21.d6+ Kf8 22. Se6+ Kf7 23. Sxg7+.
Diesen Zug hatte ich völlig übersehen. Es gibt allerdings ein rettendes Manöver. Ich sah sogar die rettende Idee, allerdings im falschen Zusammenhang, also in einer Variante, wo sie nicht funktioniert.
Meine Verlustfortsetzung präsentiere ich, nachdem ihr meine Stellung erfolgreich verteidigt habt ;o)
Also: Schwarz am Zug verteidigt sich!
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Mittwoch, 13. Januar 2010
Anstatt einer Schachaufgabe...
losso, 17:03h
...gibt es mal etwas zum Knobeln.
Die Marktfrauen Angela und Ursula verkaufen Äpfel. Während Ursula für 3 Äpfel 30 Ct nimmt, hat Angela höherwertige Ware zu bieten, für die sie 30 Cent für 2 Äpfel nimmt.
Am Morgen eines schönen Herbsttages erscheinen beide gleichzeitig mit gleich vielen Äpfeln auf dem Markt. Doch dann bittet Angela Ursula darum, bitte den Verkauf für sie zu übernehmen, da sie einen Zweitjob als Bundeskanzlerin anzutreten habe. Ursula stimmt zu unter der Maßgabe, das die Tageseinnahmen am Ende des Tages 50:50 geteilt werden. Angela stimmt zu und düst mit dem Diensthubschrauber ab. Ursula hingegen schüttet kurzerhand Angelas Äpfel zu ihren eigenen. Sie, die ihre Rechenkünste schon mehrfach als Gesundheitsministerin unter Beweis gestellt hat, verkauft von da an 5 (3+2) Äpfel zu 60 (30+30) Cent. Abends, nachdem es Ursula gelungen war, alle Äpfel (und das deutsche Gesundheitswesen) zu verkaufen, stellte sie fest, dass ihr gegenüber dem erwarteten Erlös, nämlich dem, was in die Kasse gegangen wäre, wenn Angela und Ursula wie geplant einzeln zum geplanten Preis verkauft hätten, 21,- Euro fehlten. Am Ende gab sie Angela wie abgesprochen die Hälfte des Tageserlöses. Frage: Wie viel Mehrerlös hätte Angela gehabt, wenn sie ihre Äpfel selbst (restlos) verkauft und damit unserem Land ihr Wirken als Kanzlerin erspart hätte? (nach Sam Loyd, bearbeitet von SHL)
Die Marktfrauen Angela und Ursula verkaufen Äpfel. Während Ursula für 3 Äpfel 30 Ct nimmt, hat Angela höherwertige Ware zu bieten, für die sie 30 Cent für 2 Äpfel nimmt.
Am Morgen eines schönen Herbsttages erscheinen beide gleichzeitig mit gleich vielen Äpfeln auf dem Markt. Doch dann bittet Angela Ursula darum, bitte den Verkauf für sie zu übernehmen, da sie einen Zweitjob als Bundeskanzlerin anzutreten habe. Ursula stimmt zu unter der Maßgabe, das die Tageseinnahmen am Ende des Tages 50:50 geteilt werden. Angela stimmt zu und düst mit dem Diensthubschrauber ab. Ursula hingegen schüttet kurzerhand Angelas Äpfel zu ihren eigenen. Sie, die ihre Rechenkünste schon mehrfach als Gesundheitsministerin unter Beweis gestellt hat, verkauft von da an 5 (3+2) Äpfel zu 60 (30+30) Cent. Abends, nachdem es Ursula gelungen war, alle Äpfel (und das deutsche Gesundheitswesen) zu verkaufen, stellte sie fest, dass ihr gegenüber dem erwarteten Erlös, nämlich dem, was in die Kasse gegangen wäre, wenn Angela und Ursula wie geplant einzeln zum geplanten Preis verkauft hätten, 21,- Euro fehlten. Am Ende gab sie Angela wie abgesprochen die Hälfte des Tageserlöses. Frage: Wie viel Mehrerlös hätte Angela gehabt, wenn sie ihre Äpfel selbst (restlos) verkauft und damit unserem Land ihr Wirken als Kanzlerin erspart hätte? (nach Sam Loyd, bearbeitet von SHL)
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Freitag, 8. Januar 2010
Streiflicht Nr. 1 von den Niedersachsenmeisterschaften
losso, 12:45h
Während das Jahresendquiz inzwischen zum Jahresanfangsquiz wurde (man kann sich noch immer beteiligen), möchte ich etwas leichtere Kost präsentieren.
In der ersten Runde gab ich zunächst eine Qualle für einen Bauern und später noch eine Leichtfigur für zwei Bauern. Ergo hatte ich gerade einmal drei Bauern für einen Turm. Doch mein Gegner leistete sich kurz vor der Zeitkontrolle einen entscheidenden Fehlgriff.

Mein Gegner hatte gerade mit 1. Dc6-c7? meinen Turm angegriffen und sich dabei wieder einmal den Bauern auf f7, für dessen Erhalt ich schwer kämpfen musste, angeschaut. Doch das Manöver, das mich nun auf die Siegerstraße brachte, werdet ihr wohl leicht sehen.
Schwarz am Zug, auf gehts!
In der ersten Runde gab ich zunächst eine Qualle für einen Bauern und später noch eine Leichtfigur für zwei Bauern. Ergo hatte ich gerade einmal drei Bauern für einen Turm. Doch mein Gegner leistete sich kurz vor der Zeitkontrolle einen entscheidenden Fehlgriff.
Mein Gegner hatte gerade mit 1. Dc6-c7? meinen Turm angegriffen und sich dabei wieder einmal den Bauern auf f7, für dessen Erhalt ich schwer kämpfen musste, angeschaut. Doch das Manöver, das mich nun auf die Siegerstraße brachte, werdet ihr wohl leicht sehen.
Schwarz am Zug, auf gehts!
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Mittwoch, 6. Januar 2010
Die Niedersachsenmeisterschaft...
losso, 16:38h
...habe ich mit einem enttäuschenden 47. Platz und 4 aus 7 beendet. Die schwache Leistung sieht man auch in der Performance, die bei ca. 1920 liegt. Nach 3,5 aus 5 war noch alles halbwegs in Ordnung, aber die letzten zwei Runden fehlte dann doch die Konzentration. Keine Katastrophe wie in Bergamo, aber zumindest Unbehagen wegen meiner Leistung.
Wenn ich was Interessantes in meinen Partien finde, werde ich es vorstellen.
Wenn ich was Interessantes in meinen Partien finde, werde ich es vorstellen.
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