Dienstag, 8. März 2011
Nur wenige Steine - Läuferendspiele und -studien Teil 3
Wann spricht man eigentlich von Technik und wann von studienhaften Wendungen? Ist da der Übergang fließend? Während Teil 2 - zwar auch eine Studie - eher technisch wirkt, ist man bei der folgenden Studie viel eher geneigt, von einer studienhaften Wendung zu sprechen. Aber eine Definition gelingt mir leider nicht.

Vielleicht können wir die Definitionsarbeit nachholen, zuvor aber diese Studie von Werner Issler, 1970, lösen.

Issler 1970

Hier zeigt sich, dass schon mit wenigen Steinen studienhafte Wendungen möglich sind. In der praktischen Partie ist es unheimlich schwer zu verstehen, wann eine solche notwendig ist und wann man mit technischen Mitteln (immer noch ohne Definition) zum Ziel kommt.

Weiß am Zug gewinnt!

Kleine Zusatzaufgabe: Wo müsste der weißfeldrige Läufer von Schwarz stehen, um das Remis zu gewährleisten?

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Sonntag, 6. März 2011
Mal wieder preisgekrönt
Mit diesem Matt in drei gewann Michael Keller 1992 den ersten Preis in der Schwalbe.

Keller 1992

Weiß am Zug, matt in drei.
Antworten wie immer als Kommentar. Viel Spaß beim Lösen!

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Dienstag, 1. März 2011
Rückspiel
Nachdem unser User frich in diesem Endspiel einen halben Punkt verschenkte, kam es im Rahmen einer Einzelmeisterschaft zum Rückspiel. Frich führte die schwarzen Steine und stand
Ochei-Richter
komplett auf Abbruch.
Weiß kann sich überlegen, ob er mit 1.Sa5 weitere Bauern einsammelt oder mit 1.De6 versucht, den Schwarzen einzuschnüren.

Es kam 1.Sd4 Db6 2.Se6, was zwar nichts kaputt macht, aber jetzt konnte sich Schwarz zum Preis eines Bauern ins Endspiel freikaufen und letztere gehen im Amateurbereich bekanntlich aus wie das Hornberger Schießen.
2.-De3+ 3.Kb1?! De4+ 4.Dxe4 fxe4 5.Te1 Kf7 6.Sd4
Ochei-Richter
Mit normalen Mitteln geht hier natürlich immer noch gar nichts für Schwarz. Kurze Anmerkung noch: Das ?! nach Zug 3, weil Weiß die gleiche Stellung mit König auf c2 herstellen konnte und somit der Zug ein Tempoverlust ist. Daher mit dem Mute der Verzweiflung:
6.-g5?! Schenkt Weiß verbundene Freibauern, hofft selbst auf einen auf der h-Linie.
7.f5 h5 8.Txe4 g4 9.Te3?
Ochei-Richter
Auf e4 stand der Turm sicherlich nicht schlechter, aber warum nicht gleich nach e1?
9.-h4 10.Kc2 h3 11.gxh3 gxh3 12.Te1
Besser spät als nie, aber Schwarz hat schon einiges erreicht. Ich hätte hier jetzt versucht mit h2 nebst Th3 meine Figuren zu aktivieren, aber frich hatte andere Pläne:
12.-Lh4 13.Th1 Lg3 14.Sf3
Dieser Zug wäre bei meinem Vorschlag nicht möglich gewesen. Jetzt sieht es doch wieder recht gut aus für Weiß.
14.-Th5
Ochei-Richter
Geht hier nicht eine Kombi?
15.Txh3!? Txh3 16.Sg5+ Ke7 17.f6+??
Wie so oft in Amateurpartien: Weiß nutzt eine der letzten Möglichkeiten fehlzugreifen. Nach 17.Sxh3 Lxe5 18.Kd3 darf Weiß den f-Bauern behalten, aber jetzt...
17.-Ke8 18.Sxh3 Lxe5
...geht er verloren. Das verbleibende Leichtfigurenendspiel mit 3 gegen 2 Bauern an einem Flügel gewann der Weiße dann nicht, konnte sich aber kurz darauf mit dem Turniersieg trösten.

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Sonntag, 27. Februar 2011
Aufstieg!
Wir haben es geschafft! Der Durchmarsch von der Bezirksklasse in die Verbandsliga ist uns heute durch ein 5:3 gegen Rinteln gelungen.

Meine Mannschaft hatte nur einen Ausfall zu verzeichnen, nämlich mich, und trat so nur zu siebt an. Die komfortable Tabellensituation mit 12:0 Punkten führte dazu, dass wir bereits mit einem Bein in der Verbandsliga standen und aus den verbleibenden drei Mannschaftskämpfen nur noch einen Mannschaftspunkt benötigten. Dass es gleich zwei wurden, dafür sorgte eine konzentrierte Mannschaftsleistung mit +4 =2 -1 am Brett.

Nachdem wir letztes Jahr eher knapp von der Bezirksklasse in die Bezirksliga aufgestiegen waren, dafür aber einen starken Neuzugang zu verzeichnen hatten, muss man erstaunt sein, wie glatt das alles ging. Insgesamt scheint es so zu sein, als ob die Bezirksklasse und die Bezirksliga, eine echte Fahrstuhlliga mit 2 Aufsteigern und 3 Absteigern bei 10 Mannschaften, in etwa gleichstark besetzt sind. So ist es eine lustige Begebenheit, dass ausgerechnet Marienwerder, das wir eigentlich im Relegationskampf um den Aufstieg besiegt hatten und das dann erst durch den Rückzug einer anderen Mannschaft auch ihr Startrecht in der Bezirksliga bekamen, uns wohl in die Verbandsliga begleiten wird. Mit 12:2 (Niederlage gegen uns, sonst Siege) ist ihnen der zweite Aufstiegsrang nur noch theoretisch zu nehmen. Gleich zwei Zweitplatzierte aus der Bezirksklasse, die dann im nächsten Jahr aus der Bezirksliga aufsteigen - so etwas gab es wohl noch gar nicht.

Der Aufstieg scheint auch vom Fahrtaufwand eher unschädlich zu sein, da die beiden Teams aus der Verbandsliga, die etwas weiter weg vom Schuss sind, wohl absteigen werden und damit die Auswärtsspiele überwiegend in Hannover stattfinden werden. Verbandsliga wir kommen!

Bleiben nur noch die zwei sportlichen Restziele: Bezirksmeister werden und - natürlich - die 18.

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Samstag, 26. Februar 2011
Schon fast vergessen,
hatte ich dieses Stück hier. Doch dann lag heute das Magazin MatPlus, in dem ich es veröffentlichte, bei mir im Briefkasten.

Loßin nach Richter

Es bearbeitet ein Thema von frich und ist wohl nicht so unheimlich einfach, da das, was man erwartet, nicht so recht funktionieren mag. Wenn ihr euch viel austauscht und ich ein paar Tips beisteuere, schafft ihr es vielleicht gemeinsam.
Weiß am Zug, Selbstmatt in 10.

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Mittwoch, 23. Februar 2011
Es fährt ein Zug nach nirgendwo
Dieses Foto wurde gestern um ca. 6 Uhr am Bahnhof Langenhagen Mitte aufgenommen.

Besonders pikant sicherlich die Zusatzangabe links oben, die schon vermuten lässt, wie die Story weitergeht: Wenige Minuten später drehte der Fotograph den Zündschlüssel seines Autos, um den Motor anzulassen...

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Dienstag, 22. Februar 2011
Kleines Fundstück aus dem Netz
Eine hübsche Studie von Arpad Rusz.
Gar nicht so unheimlich schwer, aber sehr hübsch.

Rusz

Weiß am Zug gewinnt.

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Donnerstag, 17. Februar 2011
Kompensation - Neudeutsch Teil 10
Nachdem das letzte Stück hier doch wenig Niveau hatte, wollte ich mal als niveaumäßige Kompensation ein Fundstück aus dem Studienbereich bringen:
Eine neudeutsch-logische Endspielstudie mit nur 8 Steinen!

Wotawa 1954

Der Hauptplan ist hier gar nicht so leicht zu erkennen und damit auch nicht, welcher Vorplan benötigt wird. Sogar Rybka 3 kapiert erst nach 50 Sekunden, was los ist.

Weiß am Zug gewinnt, Wotawa 1954.

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Und hier kommt das ...
...verunglückte Hilfsmatt in 2.

Meine Versuche als Hilfsmatt-Komponist waren bisher nicht gerade erfolgreich. Als Demonstration meiner kompletten Talentfreiheit bekommt ihr dieses geistlose Echomatt mit Konterlösung (das heißt: zwei Lösungen gehören zusammen und die dritte hat mit den anderen nichts zu tun), welches den Löser nicht erfreuen wird. Aber genug der Werbung!

Lossin 2011

Hilfsmatt in 2, drei Lösungen.

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Dienstag, 15. Februar 2011
Ich weiß zwar nicht,...
was ein Holzhausen ist, geschweige denn ein Anti-Holzhausen, nichtsdestotrotz fand ich folgenden Dreizüger hübsch. Er belegte im Informalturnier, bei dem das letzte Stück, das ich hier jüngst vorstellte, den ersten Platz belegte, das 3.Lob und rutschte damit gerade so eben in den Preisbericht.

Safarov 2006

Weiß am Zug, matt in drei.

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Montag, 14. Februar 2011
Grundlagen - Läuferendspiele und -studien Teil 2
Im 19. Jahrhundert wurden die Grundlagen des Läuferendspiels von Centurini bereits recht gut dokumentiert. Also versuchen wir uns an der Technik:
Centurini1847

Diese partienahe Stellung behandelte Centurini bereits 1847. Weiß am Zug gewinnt! Und wie immer die wichtige Frage: Was passiert eine Linie weiter links?

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