Dienstag, 24. November 2009
Back to the roots
Gerade erinnerte ich mich an einen "Leserbrief", in dem mir mitgeteilt wurde, dass die Ausrichtung auf Endspiele hier durchaus zu begrüßen sei.

Überwiegend sind es ja taktische Endspiele, meine Unterrichtsstunde zur Lehre der entsprechenden Felder wurde ja nicht hinreichend frequentiert und auch das Damenendspiel wurde eher mit Schmähblicken gewürdigt, denn mit kenntnisreichen Varianten.

Daher nochmal ein taktisches Endspiel von Grigoriev. Leider ist es nebenlösig, aber die Nebenlösung versteht sowieso kein normaler Mensch ;o)

Endspiel

FEN:3b3k/4n3/8/8/7B/8/8/5KR1 w - - 0 1

Weiß am Zug gewinnt.

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Die Feldertheorie und das Damenendspiel kamen mir tatsächlich ziemlich kompliziert vor. Hier glaube ich aber, meinen Senf hinzugeben zu können: 1.Lf6 Kh7 2.Tg7 Kh6 3.Tf7 Sc6 (3.- Kg6 4.Tf8) 4.Ld8 Sd8 5.Td7.

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Schon sehr gut...
... die Variante in Klammern bitte noch etwas vervollständigen - da verfügt Schwarz noch über eine Verteidigungsressource.

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Klammervariante: 3.- Kg6 4.Tf8 Sc6 5.Ld8 Kg7 6.Te8 Kf7 7.Th8 Kg7 8.Lf6 Kf6 9.Th6.

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Perfekto!
Wieder ein Bienchen für Mynona Zwo, der hier lakonisch so einiges abarbeitet.
Der Verteidigungswitz, eine Stellungswiederholung auf der Grundreihe hinzubekommen wird mittels Lf6+ jäh durchbrochen.

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Nebenlösung? Kannitverstan!
Ich kannte die Aufgabe (ich glaube aus Nunns bekanntem Endspielbuch), aber dass es in der Ausgangsstellung die Nebenlösung 1.Ke2 Sc6 2.Lf2 (einziger Gewinnzug!) gibt, wie einem die tablebase verrät - dass verstehe ich wirklich nicht! Ich hätte bei Wetten ein ziemliches Vermögen eingebüsst... Immerhin bedeutet das ja, dass ich mich zu den Normalos zählen darf.

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Besonders fies...
...ist es, wenn man die Aufgabe folgendermaßen umformuliert:
Schwarz am Zug, Weiß gewinnt.

Dann muss man nämlich sowohl 1.-Sc6 2. Lf2 als auch 1.-Kh7 2. Ke2 als jeweils einzige Gewinnzüge finden. Gerade die zweite Variante hat lauter einzige Gewinnzüge: 1.-Kh7 2. Ke2 Lb6 (auf Sc6 "natürlich" wieder Lf2) 3. Th1 Sd5 4. Kf3 Kg7 und jetzt hat man erstmalig die Wahl zwischen Td1 und Ke4.

Schach vom anderen Stern.

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