... newer stories
Donnerstag, 8. Mai 2014
Innenministerium rasiert den Schachbund
losso, 23:20h
Starker Tobak, der da vom Innenministerium kommt:
zur Mitteilung des Deutschen Schachbunds.
Das ist in der Tat eine harte Landung auf dem Boden der Tatsachen, wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass da das letzte Wort schon gesprochen ist.
zur Mitteilung des Deutschen Schachbunds.
Das ist in der Tat eine harte Landung auf dem Boden der Tatsachen, wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass da das letzte Wort schon gesprochen ist.
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 5. April 2014
Tolle Angriffspartie
losso, 02:45h
Beim Kapros-Open kam es zur Begegnung Saleh Salem-Ivanisevic. Weiß stand schon um Längen besser als er sich im 14. Zug dann für einen wahrhaft waghalsigen, aber korrekten Plan mit Damenopfer entschied (anstatt mit dem einfachen 14.f3 Vorteil zu haben).

Saleh Salem - Ivanisevic, Stellung nach dem 13. Zug.
Hier kam 14.Le8! droht 15.Lf7# und 14.-Sxe8 15.Dxg4 ist gänzlich unprickelig für Schwarz. 14.-g6 15.Dxg4!!. Gibt die Dame für den Läufer. Lustigerweise genau der Läufer, den Weiß am Ende mehr hat. Klickt einfach mal oben auf den Link, da seht ihr den weiteren Verlauf.
Wirklich beeindruckend das Damenopfer, zumal 17.-Kh6 ja auch noch möglich war und der stille Zug 18.f4! wohl schon zum Zeitpunkt des Opfers geplant gewesen sein dürfte. Außerdem bekommt er wirklich erst einmal nur den einen Läufer für die Dame. Nur das Ende mit dem Materialrückgewinn ist dann ein wenig profan, 20.0-0 wäre um einiges ästhetischer gewesen.
Saleh Salem - Ivanisevic, Stellung nach dem 13. Zug.
Hier kam 14.Le8! droht 15.Lf7# und 14.-Sxe8 15.Dxg4 ist gänzlich unprickelig für Schwarz. 14.-g6 15.Dxg4!!. Gibt die Dame für den Läufer. Lustigerweise genau der Läufer, den Weiß am Ende mehr hat. Klickt einfach mal oben auf den Link, da seht ihr den weiteren Verlauf.
Wirklich beeindruckend das Damenopfer, zumal 17.-Kh6 ja auch noch möglich war und der stille Zug 18.f4! wohl schon zum Zeitpunkt des Opfers geplant gewesen sein dürfte. Außerdem bekommt er wirklich erst einmal nur den einen Läufer für die Dame. Nur das Ende mit dem Materialrückgewinn ist dann ein wenig profan, 20.0-0 wäre um einiges ästhetischer gewesen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Wenn Geld auf Turbo-Kapitalismus trifft...
losso, 02:44h
...kommt dabei so etwas raus wie die Werbe-Kampagne des insm.
Ich möchte gar nicht sagen, dass die überall nur Unrecht haben (z.B. bin ich auch kein Freund der Vermögensteuer), aber insgesamt ist das zu undifferenziert und beantwortet nicht die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben möchten.
Um Solidarität geht es denen jedenfalls nicht.
Aber Solidarität hat auch keine finanzstarke Meinungslobby.
Ich möchte gar nicht sagen, dass die überall nur Unrecht haben (z.B. bin ich auch kein Freund der Vermögensteuer), aber insgesamt ist das zu undifferenziert und beantwortet nicht die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben möchten.
Um Solidarität geht es denen jedenfalls nicht.
Aber Solidarität hat auch keine finanzstarke Meinungslobby.
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 21. Februar 2014
Begegnungen
losso, 10:00h
Neulich in der Kantine.
Ich: "Kann es sein, das die Schinken-Käse- und die Mandelcroissants vertauscht sind?"
Bedienstete:"Ja, die Mädels, die hier morgens arbeiten sind meistens nicht so bei der Sache."
Typisch menschliches Verhalten: Verteidigungshaltung annehmen und Schuldzuweisung aussprechen.
Neulich in der Umkleide vom Sport.
Muskelmann zu mir:"Hattest Du Latein in der Schule?"
Ich:"Ja."
Er:"Was ist der Plural von Nemesis?"
Ohne Worte.
Ich: "Kann es sein, das die Schinken-Käse- und die Mandelcroissants vertauscht sind?"
Bedienstete:"Ja, die Mädels, die hier morgens arbeiten sind meistens nicht so bei der Sache."
Typisch menschliches Verhalten: Verteidigungshaltung annehmen und Schuldzuweisung aussprechen.
Neulich in der Umkleide vom Sport.
Muskelmann zu mir:"Hattest Du Latein in der Schule?"
Ich:"Ja."
Er:"Was ist der Plural von Nemesis?"
Ohne Worte.
... link (1 Kommentar) ... comment
Freitag, 7. Februar 2014
Die Schachwelt...
losso, 10:48h
...muss sich derzeit von vielen Komponisten und Spielern verabschieden. Über Gashimov schrieb ich hier bereits, über Gyula Sax und Karlheinz Bachmann auf schach-welt.de.
Gestern las ich, dass Wolfgang Dittmann von uns gegangen ist, einer der wenigen Spezialisten in Sachen Proca Retractor.
Wer einen Ausflug in diese spannende Welt wagen möchte, schaue hier.
Ich setze mich immer mal wieder an die Procas, ohne sie lösen zu können und bekomme dann bei der Lösungsbesprechung immer tellergroße Augen.
Einen Nachruf findet man hier.
Gestern las ich, dass Wolfgang Dittmann von uns gegangen ist, einer der wenigen Spezialisten in Sachen Proca Retractor.
Wer einen Ausflug in diese spannende Welt wagen möchte, schaue hier.
Ich setze mich immer mal wieder an die Procas, ohne sie lösen zu können und bekomme dann bei der Lösungsbesprechung immer tellergroße Augen.
Einen Nachruf findet man hier.
... link (1 Kommentar) ... comment
Über den American Dream...
losso, 10:32h
...schreibt der Börsianer Stefan Riße in seinem Blog. Beachtliche Worte für jemanden, der mit der FDP sympathisiert.
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 17. Januar 2014
Wieder daneben, nur diesmal knapper
losso, 22:07h
Zwei Jahre nach meinem letzten Auftritt bei der niedersächsischen Problemlösemeisterschaft habe ich es mal wieder versucht. Durch meine letzten Ergebnisse gehörte ich sicherlich zum Favoritenkreis.
Leider konnte ich wieder nicht gewinnen. Zwar holte ich aus den vier Aufgaben die volle Punktzahl, aber zwei Schachfreunde waren schneller als ich. Schade.
Danke an Holger Buck, der das Turnier jährlich organisiert und wieder einmal Aufgaben ausgesucht hat, die die Problemisten gegenüber Spielern kaum bevorteilen. Und so schaffte es der Teenager Spartak Grigorian, seinen Vorjahressieg zu verteidigen. Herzlichen Glückwunsch an ihn.
Nett war der folgende Vierzüger von Klaus Werner, den ich zum Lösen empfehle.
Weiß am Zug, matt in vier. Viel Vergnügen!
Leider konnte ich wieder nicht gewinnen. Zwar holte ich aus den vier Aufgaben die volle Punktzahl, aber zwei Schachfreunde waren schneller als ich. Schade.
Danke an Holger Buck, der das Turnier jährlich organisiert und wieder einmal Aufgaben ausgesucht hat, die die Problemisten gegenüber Spielern kaum bevorteilen. Und so schaffte es der Teenager Spartak Grigorian, seinen Vorjahressieg zu verteidigen. Herzlichen Glückwunsch an ihn.
Nett war der folgende Vierzüger von Klaus Werner, den ich zum Lösen empfehle.
Weiß am Zug, matt in vier. Viel Vergnügen!
... link (3 Kommentare) ... comment
Samstag, 11. Januar 2014
Vugar Gashimov, * 24. Juli 1986 † 11. Januar 2014
losso, 20:58h
Die Schachwelt trauert um Vugar Gashimov, der 27-jährig einem Hirntumor erlag.
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 18. November 2013
Nochmal "Politik"
losso, 11:16h
Eigentlich geht es hier um den gesunden Menschenverstand. Die Sommerzeit verschafft mir zwei Mal im Jahr einen Mini-Jetlag, der mir allerdings mehr zu schaffen macht als eine Reise in die Staaten. Sie gehört endlich auf den Müllhaufen der Geschichte.
Es gibt immense volkswirtschaftliche Kosten durch diese komplett sinnlose Regelung. Ich erinnere mich noch, wie ich in einem Projekt etwas programmiert habe, das bei jeder Datenbankabfrage in einer Tabelle nachschaut, ob an den abgefragten Tagen Sommer- oder Winterzeit war. Alleine die Kosten für uns als Berater sind ja schon hoch, aber der Kunde muss seine Server mit so einem Unfug beschäftigen und im Ergebnis wartet jetzt jeden Tag am Rechner irgendein Mitarbeiter ein bisschen länger als nötig, weil der Computer immer wieder diese Tabelle aufrufen muss. Ich hoffe, dass die Politik endlich ein Einsehen hat und diesem unergonomischen und teuren Treiben endlich ein Ende setzt.
Aktuell gibt es mal wieder eine Petition zu dem Thema. Hilft das was? Vielleicht nicht, aber ich will wenigstens nichts unversucht lassen.
Hier klicken zur Petition.
Es gibt immense volkswirtschaftliche Kosten durch diese komplett sinnlose Regelung. Ich erinnere mich noch, wie ich in einem Projekt etwas programmiert habe, das bei jeder Datenbankabfrage in einer Tabelle nachschaut, ob an den abgefragten Tagen Sommer- oder Winterzeit war. Alleine die Kosten für uns als Berater sind ja schon hoch, aber der Kunde muss seine Server mit so einem Unfug beschäftigen und im Ergebnis wartet jetzt jeden Tag am Rechner irgendein Mitarbeiter ein bisschen länger als nötig, weil der Computer immer wieder diese Tabelle aufrufen muss. Ich hoffe, dass die Politik endlich ein Einsehen hat und diesem unergonomischen und teuren Treiben endlich ein Ende setzt.
Aktuell gibt es mal wieder eine Petition zu dem Thema. Hilft das was? Vielleicht nicht, aber ich will wenigstens nichts unversucht lassen.
Hier klicken zur Petition.
... link (3 Kommentare) ... comment
Montag, 28. Oktober 2013
Manfred Zucker 1938-2013
losso, 23:46h
Wenn man den Nekrolog der Schachproblemisten liest, hat man fast das Gefühl, dass es sich um eine besonders gefährliche Sportart handelt.
Und wieder trauert die Problemwelt um einen, der sich in besonderer Weise um die Schachkomposition in Deutschland verdient gemacht hat. Es handelt sich um Manfred Zucker, der sich als jahrelanger Redakteur der Problemspalte in "Schach" einen Namen gemacht hatte. Zuletzt leitete er die Mehrzüger- und Retrosektion des Problem-Forum, die Selbstmattsparte hatte er bereits 2012 an Frank Müller übergeben.
Insgesamt stammen von ihm grob geschätzt 1.000 Kompositionen, überwiegend Mehrzüger und Selbstmatts, darunter natürlich viele preisgekrönte Stücke.
Da man sich bei einem Komponisten an dessen Werke erinnern sollte, anbei ein interessantes Gemeinschaftswerk von ihm und Peter Sickinger.

Freie Presse 1985, matt in sechs Zügen.
Zugegebenermaßen nicht einfach, daher etwas Starthilfe: man suche zunächst ein Matt ohne den sBf5 ;) Dann suche man ein Matt in vier ohne den sLg8 (unter ständigem Schachgebot). Jetzt braucht man "nur" noch eine geeignete Drohung...
Und wieder trauert die Problemwelt um einen, der sich in besonderer Weise um die Schachkomposition in Deutschland verdient gemacht hat. Es handelt sich um Manfred Zucker, der sich als jahrelanger Redakteur der Problemspalte in "Schach" einen Namen gemacht hatte. Zuletzt leitete er die Mehrzüger- und Retrosektion des Problem-Forum, die Selbstmattsparte hatte er bereits 2012 an Frank Müller übergeben.
Insgesamt stammen von ihm grob geschätzt 1.000 Kompositionen, überwiegend Mehrzüger und Selbstmatts, darunter natürlich viele preisgekrönte Stücke.
Da man sich bei einem Komponisten an dessen Werke erinnern sollte, anbei ein interessantes Gemeinschaftswerk von ihm und Peter Sickinger.
Freie Presse 1985, matt in sechs Zügen.
Zugegebenermaßen nicht einfach, daher etwas Starthilfe: man suche zunächst ein Matt ohne den sBf5 ;) Dann suche man ein Matt in vier ohne den sLg8 (unter ständigem Schachgebot). Jetzt braucht man "nur" noch eine geeignete Drohung...
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 22. Oktober 2013
Neuwahlen anyone?
losso, 02:36h
Die Maske ist gefallen. Steuererhöhungen sind seitens der CDU/CSU denkbar, das wäre ein gebrochenes Wahlversprechen. Aber das wäre ja nur eine Kleinigkeit verglichen mit der erkauften Politik, die wir derzeit erleben müssen. Siehe auch Spiegelkolumne und dort ist die Spende der bayerischen Metall- und Elektroindustrie in Höhe von 565 TEUR an die CSU noch gar nicht berücksichtigt.
Man kann nur hoffen, dass die Koalitionsverhandlungen scheitern und genügend Dreck hängen bleibt... Aber leider hat die SPD kein strategisches Gespür - genauso wie ich am Sonntag in meiner Partie zum Saisonauftakt (Pokalspiel), die ziemlich verunglückte und gerade als ich anfing, schlechter zu stehen durch ein Remisgebot meines Gegenübers ein glückliches Ende fand. Auf ein solches können die Sozis nicht hoffen.
Ich habe mich nach der Wahl noch mit einer Meinung hier zurückgehalten. Aber ich bin es leid. Die Hoffnung auf Ehrlichkeit bei der Energiewende, faire Verteilung der Steuerlast und des Wohlstands, ein Ende von Waffenlieferungen an nicht befreundete Staaten, ein Ende der Lobbypolitik für diejenigen, die schon alle Macht in diesem Land haben, all das ist in weite Ferne gerückt. Liste beliebig fortsetzbar.
Man kann nur hoffen, dass die Koalitionsverhandlungen scheitern und genügend Dreck hängen bleibt... Aber leider hat die SPD kein strategisches Gespür - genauso wie ich am Sonntag in meiner Partie zum Saisonauftakt (Pokalspiel), die ziemlich verunglückte und gerade als ich anfing, schlechter zu stehen durch ein Remisgebot meines Gegenübers ein glückliches Ende fand. Auf ein solches können die Sozis nicht hoffen.
Ich habe mich nach der Wahl noch mit einer Meinung hier zurückgehalten. Aber ich bin es leid. Die Hoffnung auf Ehrlichkeit bei der Energiewende, faire Verteilung der Steuerlast und des Wohlstands, ein Ende von Waffenlieferungen an nicht befreundete Staaten, ein Ende der Lobbypolitik für diejenigen, die schon alle Macht in diesem Land haben, all das ist in weite Ferne gerückt. Liste beliebig fortsetzbar.
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 26. September 2013
Anderthalb
losso, 00:04h
Wieder einmal wurde eines meiner Selbstmatts zur Löse-WM ausgesucht und wieder für das Open. Nachdem letztes Jahr gar keiner richtig lag (siehe mein Bericht), gab es diesmal eine komplette Lösung und eine halbe Lösung.
Die Komplettlösung stammte vom derzeitigen Weltmeister der Selbstmattkomposition Andrei Selivanov, die halbe kam vom deutschen Boris Tummes. Als der vermutete Entscheider über den ersten Platz erwies sich das Stück jedoch nicht, dafür waren die beiden, die sich dann den siebten Platz teilten, bei den Studien und den Mehrzügern zu schwach.
Es siegte Ofer Comay aus Israel punktgleich mit Arno Zude, der seine gute Form von der deutschen Meisterschaft anscheinend konservierte.
Von dem eigentlichen Weltmeisterschaftsturnier hatte ich lediglich ein Zwischenergebnis. Es sind mal wieder die üblichen Verdächtigen, die nach dem ersten Tag vorne sind: Die Polen holten am ersten Tag die volle Punktzahl 90, gefolgt von Serbien 86, Deutschland 82 und Russland 81.
Das Turnier ist inzwischen vorbei, das Endergebnis liegt mir noch nicht vor.
Die Komplettlösung stammte vom derzeitigen Weltmeister der Selbstmattkomposition Andrei Selivanov, die halbe kam vom deutschen Boris Tummes. Als der vermutete Entscheider über den ersten Platz erwies sich das Stück jedoch nicht, dafür waren die beiden, die sich dann den siebten Platz teilten, bei den Studien und den Mehrzügern zu schwach.
Es siegte Ofer Comay aus Israel punktgleich mit Arno Zude, der seine gute Form von der deutschen Meisterschaft anscheinend konservierte.
Von dem eigentlichen Weltmeisterschaftsturnier hatte ich lediglich ein Zwischenergebnis. Es sind mal wieder die üblichen Verdächtigen, die nach dem ersten Tag vorne sind: Die Polen holten am ersten Tag die volle Punktzahl 90, gefolgt von Serbien 86, Deutschland 82 und Russland 81.
Das Turnier ist inzwischen vorbei, das Endergebnis liegt mir noch nicht vor.
... link (1 Kommentar) ... comment
... older stories