Montag, 23. Januar 2012
Losso jetzt auch bei Schach-Welt
Um mein problemschachliches Sendungsbewusstsein ein wenig zu befriedigen, habe ich beschlossen, Problemschachthemen einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Daher arbeite ich nun auch mit Jörg Hickl zusammen für sein Schach-Blog schach-welt.de. Dort übernehme ich die Rubriken Studie des Monats und Problem des Monats.
Schaut doch mal vorbei, vielleicht könnt ihr euch ja auch an der Lektüre dort erfreuen.

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Mittwoch, 18. Januar 2012
Schatten und Licht
Wieder einmal die falsche Reihenfolge gewählt:
In der Mannschaft hätte ich beim 3:5 gegen SF Hannover 2 am Sonntag nach dem achten Zug getrost aufgeben können, habe aber noch die 20 Züge voll gemacht.
Gestern Abend habe ich aber immerhin in der Vereinsmeisterschaft einen ordentlichen Sieg gelandet.

Wie man es von der Reihenfolge her besser macht, zeigte Christian: Er gewann in der Mannschaft und war gestern Abend mein Gegner...

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Samstag, 14. Januar 2012
Und dann war da noch...
...die Niedersächsische Problemlösemeisterschaft, die am 02.01. im Rahmen der Niedersachsenmeisterschaft in Verden statt fand.

Ich wollte gerne teilnehmen und machte mich daher auf den durchaus langen Weg. Es kam, wie es kommen musste:
Die Stücke waren durchweg orthodox (ein Zweizüger, ein Dreizüger, ein Vierzüger und eine Studie) und vor allem sehr steinarm. Erschwerrend kam noch hinzu, dass der Zwei- und der Dreizüger so gewählt waren, dass auch die schwächeren Teilnehmer Punkte bekommen würden. All dies lässt den Vorteil, den man als im Problemschach beschlagener hat, auf ein Minimum gegenüber den Normalschachteilnehmern schmilzen. Ich kann den Turnierleiter durchaus verstehen, dass er meint, mit solchen Formaten das Normalschachpublikum am ehesten zu erreichen. Aber nach meinem Wissen gab es in den vergangenen Jahren kein einziges Stück modernen Inhalts, was ich tendenziell dem offiziellen Status des Turniers unangemessen finde. Na ja.

Und so kam es, wie es kommen musste: Der Zweizüger, der Dreizüger und die Studie standen nach 15 Minuten auf dem Blatt, nur beim Vierzüger war ich komplett blockiert. Ihr könnt euch gerne daran probieren und euch über meine Unfähigkeit lustig machen...

Ärgerlich jedenfalls - eigentlich hätte ich das packen müssen, zumal ich eigentlich fast alle wichtigen Erkenntnisse beisammen hatte.

Speckmann 1950

Weiß am Zug, Matt in 4. Speckmann, 1950

Am Ende wurde es der 4. Platz und ich konnte mich über einen von Problemschachlegende Godehard Murkisch gestifteten Buchpreis freuen, in dem ich gern schmökere. Murkisch, der jüngst zum Ehrenmitglied der Schwalbe gekürt wurde, landete direkt hinter mir auf dem fünften. Es grenzt an ein Wunder, dass er die Studie weder kannte noch lösen konnte:



Weiß am Zug gewinnt.
Quelle habe ich leider vergessen.

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Freitag, 6. Januar 2012
Komposition
Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich meine Kompositionstätigkeit wieder aufgenommen. Es ist immer noch der Selbstmattbereich, der mir am meisten Spaß macht.

Zwischenzeitlich kam das ein oder andere gute Stück heraus, aber die letzten Tage habe ich an einem Schema gearbeitet mit dem Ergebnis, dass das Endergebnis entweder langweilig oder illegal war (sprich: aus der Grundstellung nicht herbeiführbar). So ist nur eine Kleinigkeit abgefallen, die auch für Anfänger lösbar sein dürfte:
Loßin 2012

Weiß ist am Zug und erzwingt das eigene Matt im vierten Zug. Viel Spaß, Lösungen und Hinweise bitte als Kommentar.

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Montag, 26. Dezember 2011
Weihnachtsgeschenke
Pünktlich am heiligen Abend um ca. 5 Uhr hat mir mein Rechner nach über 19 Tagen Rechenzeit bestätigt, dass ein von mir komponiertes s#10 keine Nebenlösungen hat. Ob er wusste, dass Weihnachten war?

Ein weniger schönes Weihnachtsgeschenk war die Open-Air-Techno-Party zwei Grundstücke weiter. Die hämmernden Bässe wurden nicht vor 7 Uhr abgestellt. Meine Frau hatte kein Auge zugedrückt und mich regelmäßig geweckt. So etwas an Heiligabend zu veranstalten, grenzt an Blasphemie, dabei dann auch noch so einen Lärm zu machen, ist wohl ein Verstoß gegen das Emissionsgesetz...

P.S. Allen Lesern ein wunderschönes und gesegnetes Weihnachtsfest! Wir werden wohl im neuen Jahr wieder voneinander hören. Guten Rutsch!

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Montag, 12. Dezember 2011
Rabenschwarz...
...war gestern der Tag für die Loßins.

Die Erklärung, warum Kati und ich am gleichen Tag jeweils durch einstellige Einzüger verlieren, ist in der Tat schwer zu finden. Ich frage mich ernsthaft, wann mir das letzte Mal so ein dicker Lapsus (Läufer auf gedecktes Feld ziehen) wiederfuhr.

Dass so etwas bei einem 2:6 nicht so gravierend ist, tröstet kaum. Ein Blackout im wahrsten Wortsinn: Als ich vom WC zurückkommend mich ans Brett setzte, wurde mir kurz schwarz vor Augen. Ich fühlte mich wie ein Marathonläufer, der seine Verpflegungsstation verpasst hatte. Daruafhin führte ich den fatalen Zug aus.
Lehre daraus: Über das Thema "Krafteinteilung und Energiezufuhr bei Schachpartien" muss ich mir wohl Gedanken machen.

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Freitag, 2. Dezember 2011
Umzug
Die Nachwehen unseres Umzugs verklingen langsam und ich habe sogar meine Kompositionstätigkeit so langsam wieder aufgenommen.
Zum Thema Umzug fällt mir übrigens folgendes Stück des Schweizers Matthias Schneider ein. Als ich die Lösung hatte, fand ich sie so unwahrscheinlich, dass ich sie wieder verwarf.

Schneider 2011

Schwarz hat ein sattes Materialplus, aber seine Figuren sind mit Ausnahme der Läufer nicht sehr aktiv und sein König in der Mitte sehr gefährdet.
Daher heißt es: Weiß am Zug, Matt in 10.

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Montag, 21. November 2011
Knapp daneben...
...ist auch vorbei.

Wir haben gegen die hoch favorisierten PSCler beste Chancen liegen lassen und daher 3,5:4,5 verloren. Ärgerlich. Auch meine Partie, denn ich lande in einem Endspiel, dass man ausprobieren muss, aber bei dem man sich ziemlich sicher sein kann, dass man es nicht gewinnt: Turmendspiel mit 3 vs. 2 Bauern an einem Flügel.

Ansonsten habe ich mich insbesondere in den ersten zwei Stunden richtig dreckig gefühlt, da eine Erkältung gerade meinen Körper bewohnt.

Adibekian-Loßin

Hier hatte mein Gegner mir remis geboten. Doch angesichts des nicht berauschenden Mannschaftsstands habe ich abgelehnt, zumal ich merkte, dass die Pillen endlich wirkten. Betrüblich war lediglich meine Zeit, die nach 22 Zügen nur noch etwas mehr 20 Minuten anzeigte.

22.-Txd8 23.Ld2 Dd5 24. Lc3
So weit so gut, aber wie macht man als Schwarzer hier Fortschritte? Mein 23. Zug war schon ungenau, besser gleich den Läufer nach b6 aus der Schusslinie nehmen.
24.-e4 25.e3
Die schwarze Aktivität ist eher optisch. Viel mehr kann es Probleme mit dem Bauern auf c4 geben.
25.-h5 26.Tc1

Adibekian-Loßin

Da haben wir es schon. Muss ich jetzt wirklich mit Lb6 nebst Tc8 kleine Brötchen backen? Das wollte ich nicht und entschied mich für die aktive Variante.
26.-Dd3 27.La5 Td5!
Diesen maskierten Angriff musste man natürlich sehen. Interessant ist jetzt 28.Kg2, aber mein Gegner wickelte ab.
28.Dxc4 Lxe3 29.Dxd3 exd3 30.fxe3 Txa5
Dadurch, dass ich ihn habe tauschen lassen, habe ich zumindest einen ganz kleinen Vorteil erlangen können. Aber noch 9 Züge bis zur Zeitkontrolle.

Adibekian-Loßin

31.a3 Kf7 32.Kf2 Tf5+ 33.Kg2 Ke6 34.e4?!
Ungenau gespielt. Weiß sollte lieber erst 34.Td1 Td5 35.Kf3 Ke5 zwischenschalten. Dann führt 36.e4 zum Remisendspiel.
34.-Tb5 35.b4 a5!
Jetzt macht sich hingegen eine leichte schwarze Initiative bemerkbar.
36.Kf3 axb4 37.axb4 Txb4 38.Ke3 d2

Adibekian-Loßin

Hier griff mein Gegner zum Turm, stoppte seine Hand aber kurz vorher, um dann doch nach
39.Kxd2 Txe4
in das in der Einleitung erwähnte Endspiel einzulenken. Zwar kommt zum Mehrbauern noch der geringfügig abgeschnittene weiße Monarch hinzu, aber auch das reicht nicht zum Gewinn. Weiß machte keinen entscheidenden Fehler und sicherte das Remis.

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Freitag, 11. November 2011
Deutschland ist Europameister
Völlig überraschend ist Deutschland heute Mannschaftseuropameister geworden. Das Team Najditsch, Meier, Fridman, Gustafsson und Buhmann holte als an 10 gesetztes Team die europäische Schachkrone.
Bei einer Bilanz von +7=1-1 gaben am Ende Siege gegen die Schachnationen Ukraine, Olympiasieger Aserbaidschan und Letztrundengegner Armenien den Ausschlag für die Deutschen.

Nach meinem Wissen der erste (und einzige) große Erfolg seit dem olympischen Erfolg 1939.

Sensationell!

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Mittwoch, 9. November 2011
Zwar blieben meine letzten Denkanstöße...
...ohne Publikumsreaktion, aber ich verzage nicht.

Folgenden Zweizüger von William A. Whyatt, Sydney Telegraph 1961, habe ich gerade in einem Problemschachforum aufgeschnappt.

Whyatt 1961

Weiß am Zug, matt in zwei.

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