Mittwoch, 6. Juli 2011
Ein schwieriger logischer Mehrzüger
Wie von Geisterhand bemächtigt sich Weiß der schwarzen Figuren und lenkt sie über das Brett. Ich bin leider nicht ganz durch dieses Stück durchgekommen, aber es ist sehr attraktiv. Ein Tipp im Vornherein: Bei großem Materialgewicht des Schwarzen muss Weiß zumeist mit kurzzügigen Mattdrohungen und Schachs arbeiten. Was könnte der weiße Vorplan bezwecken wollen?
Aufgrund der logischen Struktur sollte das Problem für euch lösbar sein.
Es ist von Karbowiak aus Schach-Aktiv 2011 und wahrlich preisverdächtig, oder?

Karbowiak 2011
Weiß am Zug, Matt in 12. Viel Spaß beim Lösen!

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Sonntag, 26. Juni 2011
Der nächste preisgekrönte Dreizüger...
...harrt eurer Lösung:
Melnichenko/Rudenko

Dieses Stück von Melnichenko/Rudenko gewann im Informalturnier 2007 der Zeitschrift "Problemist" der British Problem Chess Society (so was ähnliches wie OPCF ;) ) den ersten Preis. Man muss hier gar nicht viel vorwegnehmen, das Thema wird wahrscheinlich schnell klar: Weiß am Zug, matt in 3.

Kurze Leserumfrage: Woran habt ihr Interesse? Ich habe ein wirklich schönes h#2, das man auch Nicht-Problemschachspielern zumuten kann, gefunden, ansonsten hole ich auch gerne mal wieder eine Studie heraus. Ich habe auch noch einige Stücke aus eigener Feder: Drei Selbstmatts und ein Hilfsmatt, die ich hier vorführen könnte. Oder wollt ihr noch mehr Endspieltechnik?

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Sonntag, 19. Juni 2011
Letztes Spiel vor der Sommerpause
In der letzten Runde der Vereinsmeisterschaft hat dann Christian doch noch einen halben Punkt abgegeben. Mit einem Sieg würde ich mit ihm gleichziehen können, auch wenn dann die Zweitwertung mir nur den zweiten Platz brächte. Doch mein Gegner war der immerhin an drei gesetzte Mareil, gegen den ich Schwarz spielen sollte.

Ich ging recht fix in dieses Endspiel über:
Eilert-Loßin

Ich schätzte die Position als etwas besser für mich ein, da es einige Endspiele gibt, in denen Schwarz gut aussieht. Mir gelang es dann, meinen Vorteil auszubauen und hier fand ich einen hübschen Gewinnweg:
Eilert-Loßin

Schwarz am Zug gewinnt. Zwar mehrdeutig, aber ein Weg ist am klarsten und schönsten.

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Sonntag, 12. Juni 2011
Nachgereicht - Neudeutsch Teil 12
Inzwischen ist die Schwalbe mit der Lösungsbesprechung des s#16 von Torsten Linß eingetroffen, auf das hier referenziert wurde. In der aktuellen Schwalbe gibt es auch ein neudeutsches s#11 von mir ;o)

Linß

Weiß am Zug, Selbstmatt in 16.

Kurzer Hinweis noch zur Neudeutsch-Serie: Leider fehlt beim Teil 11 noch eine hübsche Variante.

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Mittwoch, 8. Juni 2011
Ein Beispiel aus der Praxis - Läuferendspiele und -studien Teil 4
Die folgende Stellung habe ich in einem Endspielbuch von Awerbach gefunden mit Schwarz am Zug. Ich meine, es war Lissizyn - Löwenfisch. Nach dem Studium von Awerbachs Analyse fand ich sie durchaus illustrativ. Das sehe ich inzwischen etwas anders und kann immer noch keine hundertprozentige Beurteilung abgeben.



Der folgende schwarze Zug ist instruktiv. Danach hat Weiß im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, die eine spielte Weiß und verlor bald, aber bei der anderen bin ich noch nicht ganz sicher, ob die weißen Verteidigungsressourcen nicht doch gerade noch so ausreichen.
Wer hat Lust mal hineinzuschauen?

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Montag, 6. Juni 2011
Entschuldigung
Ich habe mich soeben bei meiner Salatgurke entschuldigt dafür, dass ich sie verdächtigt habe. Gleich danach habe ich sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters dem Verwertungskreislauf hinzugefügt.

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Mittwoch, 1. Juni 2011
Die Titelverteidigung...
...bei der Vereinsmeisterschaft fällt dieses Jahr leider aus. In der entscheidenden Partie letzten Freitag gegen Christian benötigte ich einen Sieg. Doch ab dem 10. Zug geriet ich auf Abwege und bekam dann in einer Situation, in der mir noch langes leiden bevorstehen sollte, das strategische Remisgebot von Christian, welches ich akzeptierte.


Weiß am Zug bei schwarzem Remisgebot.

...beim deutschen Sportabzeichen hingegen ist auf einem guten Weg. Nachdem ich über ein halbes Jahr kein Schwimmbad mehr aufgesucht hatte, sprang ich gestern in das Wasser des Waldbads, um mir die 100 Meter abnehmen zu lassen. Völlig untrainiert und unfit gelang es mir, die notwendigen 2 Minuten um ganze 1,8 Sekunden zu unterbieten. War ich im letzten Jahr nach ca. 70 Metern eingebrochen, waren es diesmal 40. Den Rest des Tages spürte ich die beanspruchten Teile meines Körpers nicht mehr, aber hatte die erwünschte Bescheinigung. Zur Erinnerung: Die 100m Schwimmen ersparen mir den Kugelstoß - meine Horrordisziplin.

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Montag, 23. Mai 2011
Popandopulo
Was genau ein Popandopulo ist, wusste ich bis vor kurzem auch nicht. Der Mechanismus wurde jedenfalls nach seinem Erfinder benannt und irgendwie passt der Name. Ihr werdet beim Lösen des folgenden Sechszügers hoffentlich herausbekommen, was das ist.



Der mir nicht bekannte Autor heißt übrigens Svetlin Shaigarovski. Weiß am Zug, matt in 6.

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Montag, 16. Mai 2011
Aufarbeitung
Die folgenden drei Stellungen habe ich im Blitzturnier zu wichtigen Siegen geführt. Ich habe noch keine Rechneranalyse durchgeführt und würde jetzt gerne von euch wissen: Was würdet Ihr ziehen?

Partie A:
Hier war ich mit Weiß gegen den aktuell wertungsstärksten Drachen Patrick am Zug:


Partie B:
Und hier mit Schwarz gegen den stets gefährlichen Freddy, auch bekannt als das Ratingpreismonster - ein besonders wichtiger Sieg, da er in der Gesamtwertung nur einen halben Zähler hinter mir landete:


Partie C:
Und hier ging es wiederum gegen einen Vereinskameraden, nämlich Christian. Wir sind noch in der Eröffnung und ich führte die schwarzen Steine:

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Sonntag, 15. Mai 2011
Das Leben geht auch nach Dinslaken weiter
Eine ereignisreiche Woche, auch schachlich:
heute stand die Bezirksblitzeinzelmeisterschaft im Bezirk Hannover auf dem Programm. Zur Vorbereitung suchte ich auf meiner Dienstreise einen Schachclub in Bonn heim und gewann als Wertungsdritter dort ein kleines Blitzturnier mit 5/6. Die Generalprobe war also gelungen. Nicht schlecht, da ich nicht gerade als bedeutender Blitzer bekannt bin.

Doch vor dem heutigen Blitzturnier gab es noch eine Aufgabe im Vereinsturnier am Freitag Abend. Unser Vereinsvorsitzender saß mir in der Vereinsmeisterschaft gegenüber. Gegen ihn kann man nicht viele Lorbeeren gewinnen, dafür ist meine spielstärkemäßige Überlegenheit zu groß. Trotzdem kann ich mit meiner Partie zufrieden sein - die Endstellung ist wahrlich vielsagend:

Bei ausgeglichenem Materialverhältnis und vollem Brett sah mein Gegner hier keine Veranlassung, die Partie fortzusetzen.

Heute um ca. 11 Uhr ging dann das Bezirksblitzturnier los. 29 Teilnehmer waren am Start, davon allein sechs Teilnehmer von meinem Verein. Ein FM und ein User, der hier bei mir im Blog immer mal wieder auf den Tisch haut, wenn ich eine falsche Analyse veröffentliche, waren die klaren Favoriten. Dahinter einige Spieler zwischen 2000 und 2200 DWZ, die für die weiteren zwei Qualifikationsplätze für die Niedersächsische in Frage kamen.
Anstatt einfach jeder gegen jeden entschied sich die Turnierleitung für Vor- und Hauptrunde. Die Vorrunde überstand ich mit 6 aus 8 ganz ordentlich und war im Finale als DWZ-Siebter nicht gerade erwartungsschwanger. Doch es kam komplett anders: Bei nur einem Ausrutscher in Runde 3, den zwar unnötigen, aber dich irgendwie eingeplanten Nullen gegen die Favoriten und einem Remis gegen den späteren Vierten holte ich 7,5 aus 11 und wurde überraschend 3. Nun darf ich also zur Landesmeisterschaft, kein Plan, was ich da soll, aber wenn es sich einrichten lässt, schau ich mir das mal an. Geck0 gewann das Turnier schließlich vor dem Berenbosteler FM.

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