Unseren Aufstieg in die Verbandsliga mit 18:0 Punkten nahm unser erstes Brett Patrick zum Anlass... den Verein zu wechseln. Damit darf ich mich diese Saison wieder an das Spitzenbrett setzen und man wird uns wohl zu den Abstiegskandidaten zählen müssen. Zumal wir gleich in der ersten Runde einem der nominell etwas schwächeren Gegnern der Liga (natürlich trotzdem uns gegenüber favorisiert) mit 3:5 unterlagen.
In meiner Partie verlief meine Eröffnung unheimlich harmlos, ich schaffte es aber gerade noch pünktlich, auf den Ergebnissicherungsweg einzukehren und ein remis zu sichern. Leider ließen vor allem Brett 7 und 8 beste Chancen aus, so dass wir als Verlierer vom Platz gingen. Keinen Vorwurf an die beiden, die gut gekämpft haben - sie werden sich selbst über ihre verpassten Chancen am meisten ärgern, wobei ich das "Mitblitzen" mit 50 gegen 1 Minute wirklich sehr unclever fand, da unser Mann komplett auf Gewinn stand.
Immerhin eine Kleinigstkeit kann ich noch aus einer Eventualvariante zeigen:
Das war meine Partie nach dem 17. Zug.
Es ging weiter mit
18.Tac1 Sa4 19.Txc8 Txc8 20.Tc1 Txc1?! 21.Lxc1 a6 22.Kf1 Sc5 23.Ld2 remis
20.-Txc1?! macht es definitiv zu einfach. Besser wäre 20.-Tc4 gewesen, denn nach 21.Txc4 dxc4 muss Weiß noch auf der Hut sein, denn das Bauernübergewicht am Damenflügel kann richtig eklig werden, zumal am Königsflügel kein Durchbruch in Sicht ist. 22.Lc3 ist hier der beste Zug und nach 22.-Sxc3 23.bxc3 sollte ich mich bei halbwegs genauem Spiel wohl trotzdem halten können.
Frage: Wie ist 22.Lc1 zu bewerten? Und wie auf 22.Lc1 der Zug 22.-c3?
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Die erste Studie gelang mir, an der zweiten scheiterte ich ganz, ganz knapp, worüber ich mich doch ein wenig ärgere. Die dritte und letzte war mE ungeeignet und wurde auch von den Besten der Zunft nicht gelöst. Der Komponist heißt Mattison (eigentlich der typisch lettische Name Hermanis Matisons), ein verpflichtender Name...
Die ersten beiden möchte ich kurz vorführen:
und
Tags zuvor gab es einen echten Kantersieg beim Zweizügerlösen (Neudeutsch: Speed Solving Contest): Wieland Bruch holte atemberaubende 24,3 Punkte und gab zu allen 30 Zweizügern in den knapp bemessenen 30 Minuten eine Lösung an (richtige Lösung=1 Punkt, falsche Lösung=-0,9 Punkte). Damit deklassierte er den Rest des Feldes, u.a. Boris Tummes, der als deutscher Meister im Problemlösen immerhin ca. 14 Punkte (genau weiß ich es nicht) holte.
Man muss dazu sagen, dass Wieland Bruch der Zweizüger-Sachbearbeiter der Schwalbe ist und sich insofern schwerpunktmäßig mit Zweizügern beschäftigt. Aber auch vor dem Hintergrund eine schier unglaubliche Leistung.
Zum Vergleich: Vorjahressieger (oder war es sogar 2009?) frich hatte seinerzeit 17,1 Punkte geholt.
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Die WFCC (World Federation of Chess Composition) wählt jedes Jahr die Studie des Jahres (Study of the Year). Die genauen Auswahlkriterien sind mir nicht bekannt, aber zumeist handelt es sich um partienahe Studien.
Die Studie des Jahres 2010 wurde bei der diesjährigen Löseweltmeisterschaft bestimmt. Es gewann der junge deutsche Studienexperte Siegfried Hornecker, der sich mit seinen 25 Lenzen schon in der Weltklasse der Studienkomposition befindet, mit einer Co-Produktion mit dem Ukrainer Sergiy Didukh, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
In diesem Endspiel muss Weiß am Zug sehr genau agieren, um das Remis sicherzustellen.
Auch Hornecker ist übrigens Teil der Schachblogosphäre, auch wenn er sich in seinem Blog eher mit anderen Themen befasst.
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Weiß am Zug, matt in sechs. Grigori Popow, 2006.
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Im folgenden Mehrzüger geht es allerdings weniger um eine logische Struktur, denn um ein Phänomen, das man sonst fast nur im Hilfsmatt sieht, wo so etwas deutlich einfacher umzusetzen ist: Es gibt zwei Varianten, die von der Funktion der Züge synchron ablaufen. Das Stück stammt aus einer Zeit, in der noch ohne Computerhilfe komponiert wurde, was den Wert nochmal steigert. Der Komponist Valentin Rudenko ist aus der Ukraine und gewann mit diesem Stück die Kompositionsweltmeisterschaft 1972-75. 1980 wurde ihm der Großmeistertitel der Schachkomposition verliehen.
Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass es hier eine typische Beziehung zwischen zwei Figuren auf dem Brett gibt, die einem Problemisten schnell ins Auge sticht und schon einiges über den Lösungszug verrät.
Na denn, Weiß am Zug, matt in sechs.
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Rochade: Die Rochade hat 2 Schachprobleme von mir, einmal als Autor, einmal als Co-Autor abgedruckt. Im August war dies mein erster Zweizüger. Auch wenn er kein richtiges Thema besitzt, wollte ich ihn gerne in einer Partieschachzeitung bringen, da die Materialverteilung partienah ist und auch die Figurenstellung nicht so unplausibel ist wie in Schachproblemen üblich. Ich habe die Aufgabe bei einigen Vereinen vorgeführt und es hat ganz schön gedauert bis die richtige Lösung kam. In der aktuellen Septemberausgabe gibt es dann ein Hilfsmatt von frich und mir. In der Augustausgabe gibt es zudem einen lesenswerten Artikel über die Dresdner Idee.
Schach Aktiv: In der Juliausgabe der österreichischen Schachzeitschrift ist ein Selbstmatt in 7 von mir zu finden, das mir persönlich sehr gut gefällt ;-) Es handelt sich um einen spannenden Tempokampf, den der Schwarze schließlich verliert.
Problemist: Erstmalig habe ich auch das Zentralorgan der Britischen Problem Chess Society erhalten. Während ich die Urdrucke im Selbstmatt nicht so prickelnd fand, gibt es schöne Artikel in diesem Heftchen. In einem sehr lesenswerten schreibt Michael Lipton wie er aus einer Achtfachsetzung eines Themas aus den 30ern eine Neunfachsetzung gebaut hat.
Harmonie: Die aktuelle Harmonie berichtet von der Lösemeisterschaft in Dinslaken (Autor Losso). Zudem ist ein sehr lustiger Artikel über Lenskis Zug enthalten. In der literarischen Vorlage Puschkins schlägt Lenski gegen seine Geliebte(?) Olga mit seinem Bauern versehentlich einen eigenen Turm. Eine gekonnte Vorlage für eine Märchenschachbedingung...
Schwalbe: Bei der Schwalbe musste man sich jüngst mit Auslieferverzögerungen abfinden. Die Juni-Ausgabe kam Ende Juli. Hier hat ein französischer Autor gleich mehr als ein halbes Dutzend Zugrekorde (in diesem Fall: möglichst wenige Züge) gebrochen. Ansonsten wenig für Partieschachspieler interessanter Inhalt. Die Urdrucke werde ich mir demnächst zum Lösen vornehmen.
Schach-Zeitung: In dieser Zeitschrift, die ich als Spielleiter der Schach-Drachen regelmäßig erhalte, ist wenig Inhalt auf vielen Seiten (in Hochglanz) zu finden. Problemschach? Fehlanzeige! Die Partieanalysen sind recht gut und anschaulich, aber der Anspruch, diese auch ohne Brett lesen zu können, führt dazu, dass es nur sehr wenige Partien, diese aber mit vielen Diagrammen, in jeder Ausgabe zu finden gibt. Sozusagen die Bild-Zeitung unter den Schachzeitschriften, na ja. Andere (u.a. schachblaetter und schachzoo) haben sich schon über diese Zeitschrift genügend ausgelassen, ich füge dem hier nichts weiter hinzu.
Immerhin ist in der aktuellen Ausgabe ein interessanter Beitrag zu einer Benoni-Variante, die ich gegen einige Vereinskameraden gelegentlich auf das Brett bekomme, enthalten.
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Voraussetzungen: Es sollen drei Matt in zwei und ein Matt in eins konstruiert werden. In der Stellung ist Weiß am Zug, steht nicht im Schach und hat nur einen Gewinnzug, der bei den Zweizügern. optimalerweise auch nicht Schach gibt. Zudem sind Themen zu erfüllen und man muss mit möglichst wenig bzw. möglichst günstigem Material auskommen. Anbei die Wertigkeit der Figuren wD=10 wT=7 wL=4 wS=4 wB=2 sD=8 sT=5 sL=3 sS=3 sB=1.
1. Aufgabe
Thema Zugzwang: Der weiße Schlüsselzug droht kein Matt.
2. Aufgabe
Thema Schachprovokation: In der Ausgangsstellung hat Schwarz, wenn er am Zug wäre, kein Schach; der Schlüsselzug ermöglicht jedoch ein schwarzes Schach.
3. Aufgabe
Die Aufgabe soll folgende Lösung haben:
1.Tf4 droht 2.Ta7#
1.-Dxf4+ 2.Tb4#
1.-Dd7+ 2.Txd7#
1.-Dd1+ 2.Tb3
4. Aufgabe (Matt in eins)
In der legalen Stellung gibt es für beide Parteien zusammen nur einen einzigen Zug (nämlich einen weißen Zug) und dieser setzt matt.
Von den Ergebnissen der beiden Mannschaften war ich begeistert. Jede Mannschaft hat in zwei der 4 Aufgaben den wahrscheinlichen Bestwert erreicht:
Die erste Aufgabe wurde mit 5 Wertigkeitspunkten erledigt, die zweite mit 9. Die dritte hat eine Partei mit 30 Punkten erledigt, die andere Mannschaft hätte noch einen schwarzen Bauern sparen können und lag somit mit 31 knapp dahinter. Die 4. Aufgabe wurde mit 9 Punkten gelöst.
Vor allem die Lösungen zu den Aufgaben 2 und 4 haben mich beeindruckt. Dass die Mannschaften in so begrenzter Zeit mit einer derart guten Lösung dienen konnten (für die Konstruktionen plus 5 kleine Retroaufgaben hatten die Mannschaften aus je 3 Spielern zwischen 1300 und 2000 1,5 Stunden Zeit), hatte ich nicht erwartet. Bei 4 hat die bessere Mannschaft auch eine Lösung mit 8 Werteinheiten gehabt, dann aber selber festgestellt, dass diese illegal ist. Eine gute Leistung für Normalschachspieler!
Wer möchte, kann sich ja selber mal probieren. Oder aber mein kleines Konstruktionsexperiment mal im eigenen Schachverein ausprobieren.
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1. Disziplin Fußballschach
Regelmodifikation: Das Spiel kann auch durch ein Tor entschieden werden. Für Weiß ist dies die Besetzung des Feldes e8, für Schwarz die von e1.
Erfahrung: Viele Partien werden durch ein Tor entschieden, da das Feld nicht fliehen kann ;) Mein Gegner ließ ein Damenopfer auf f6 (DxLf6) zu. Es drohte Dg7# und auf exf6 öffnete sich die e-Linie entscheidend. Ein besonderer Fall von doppelter Mattdrohung.
2. Disziplin Berolinaschach
Regelmodifikation: Die Bauern schlagen gerade und ziehen schräg.
Erfahrung: Kam ich gar nicht mit klar und stand schnell schlecht. Die schwachen Felder sind auf den offenen Linien und Doppelbauern decken sich. Da kann man sich nicht leicht dran gewöhnen. Auch fies: Ein Bauer auf der 7. droht gleich auf zwei verschiedenen Feldern umzuwandeln.
3. Disziplin Springerkönig
Regelmodifikation: Hier zog der König wie ein Springer, Rochade erlaubt.
Erfahrung: f2 und f7 sind megaschwach, Rochade ist auch nicht gut, da der König keinen einzigen seiner Bauern deckt (ein Spielende war in einer französichen Struktur: 0-0?? Lxh7#, ohne dass der Lh7 gedeckt war). Der König kann im Zentrum nicht so leicht matt gesetzt werden, aber König am Rand...
Mein König hat beim Mattsetzen kräftig unterstützt.
4. Disziplin Doppelzugschach
Regelmodifikation: Weiß macht einen Halbzug, dann abwechselnd zwei Halbzüge.
Erfahrung: Man spielt nicht so aktiv nach vorne, da es oft droht, dass eine Figur geschlagen wird und der Schläger einfach wieder zurückzieht. Sowohl von Strategie als auch von der Taktik her schwierig. Bei mir ging es sogar ins Bauernendspiel.
5. Disziplin Hoppel-Poppel
Regelmodifikation: Läufer zieht wie Läufer, aber schlägt wie Springer. Springer zieht wie Springer, aber schlägt wie Läufer.
Erfahrung: Diese Modifikation führte zu einer außerordentlich hohen Fehlerquote im Turnier. Was eine gute Strategie ist, weiß ich auch nicht. Prinzipiell muss man wohl erst einmal versuchen, nichts einzustellen.
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Folgende Kategorien sind geplant:
je 2 Dreizüger, Mehrzüger, Mittelspiele, Endspiele und Hilfsmatts. Je eine Studie und ein Selbstmatt.
Viel Spaß!
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Weiß am Zug, Matt in 3. Schwierigkeitsgrad: mittel.
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Weiß am Zug, Matt in 3. Schwierigkeitsgrad: mittel (mindestens).
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Doch zunächst der 1. Preis des Thematurniers zu assymetrischen Mattproblemen. Laut Preisrichter ein "federleicht aufgestellter Erkenntnisbaum".
Weiß am Zug, Matt in 7. Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer.
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Weiß am Zug, Matt in 13. Schwierigkeitsgrad: extrem.
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Weiß am Zug gewinnt. Schwierigkeitsgrad: mittel.
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Weiß am Zug gewinnt. Schwierigkeitsgrad: einfach-mittel.
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Schwarz am Zug gewinnt. Schwierigkeitsgrad: einfach.
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Weiß am Zug gewinnt. Schwierigkeitsgrad: ungewohnt ;o).
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Der folgende Hilfsmattsechsling in zwei Zügen ist ein wahres Musterbeispiel für einen Zyklus. Es wurde von Abdurahmanovic 1976 veröffentlicht, der damit das Blaustein-Gedenkturnier gewann.
Schwarz am Zug, Hilfsmatt in 2.
Zusatzaufgaben:
b) sBd6 tauscht mit sLb7
c) wSa3 nach f7
d) wSa3 nach g4
e) wTd8 nach d5
f) sKe4 nach f7
Schwierigkeitsgrad: einfach, aber dafür viel.
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Schwarz am Zug, Hilfsmatt in 4.
b) schwarzer König f5->e6
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer.
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Weiß am Zug gewinnt. Schwierigkeitsgrad: ordentlich.
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Es ist ein Zwilling, der zum Teil überraschend verläuft, auch wenn die schwarzen Züge alle erzwungen sind. Bei den Lösern der Schwalbe kam das Stück gut an. Hoffentlich auch bei euch.
Weiß am Zug, Selbstmatt in 6.
b) weißer Turm f4->d3
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer.
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